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Klimaschutz Sachsen homepage foto: ein Kind weht ein Löwenzahn Uhr, eine Windkraftanlage, einen Solarpark und Eltern mit ihren Kindern

Der durch die Zivilisation herbei geführte Klimawandel ist zu einem der größten Probleme unserer Zeit geworden. Weltweit, in Europa und auch in Sachsen. Wir als gemeinnützige Mittelstandsinitiative des Freistaats wollen mithelfen, unsere Heimat und unsere Umwelt lebenswert für kommende Generationen zu gestalten. Dies erfolgt durch Projekte sowie durch die Unterstützung der Energiewende.


Was wirklich wichtig ist beim Klimaschutz

Michael Winkler – Vorstandsvorsitzender
13. November 2019

Mit einiger Sorge verfolgt unser Verein die kontroversen Diskussionen zum Klimaschutz und zum Klimawandel der letzten Wochen. Das Thema ist endgültig in der Politik und im Wahlkampf angekommen dank der freitäglichen Demonstrationen der FridaysForFuture-Bewegung. Doch Klimaschutz ist kein Thema, welches im Tagesgeschäft so nebenbei mit gelöst werden kann. Klimawandel wird aktuell nicht nachhaltig wahrgenommen nach dem Motto: Heute ist es heiß, morgen ist es kalt wie schon immer auf dieser Welt. Doch Klimaschutz lässt sich nicht über großartiges Marketing regulieren und ordnen sondern geht viel weiter und tiefer. Klimaschutz ist die Frage, wie wir in Zukunft miteinander und der Umwelt umgehen wollen und müssen. Dieser Prozess kann und wird auch dazu führen gewohntes aufzugeben und wird nicht mit einfachen und bequemen Mitteln möglich sein.

Gemeinsam wollen wir uns am 20. Januar 2020 um 15:00 Uhr in Leipzig zu einer gesonderten Mitgliederversammlung treffen und genau solche Wege miteinander diskutieren und abstimmen. Im Kern geht es vor allem um die Fragen: Wofür stehen wir? Was wollen wir? Müssen wir unsere Vereinsziele neu ausrichten? Welche Maßnahmen sind für den Klimaschutz notwendig?

Klimaschutz war, ist und wird es immer sein: Eine ganz enge Beziehung des Menschen zu seiner Umwelt, in der er lebt, die er braucht und die er erhalten muss mit allen Mitteln.


Hitzewellen in Europa und Deutschland 2019 und Reaktionen der verschiedenen politischen Interessengruppen

Hans-Jürgen Schlegel – Leiter AG Klimaschutz, Klimaschutzverein Sachsen e.V.

Nachfolgend erlaube ich mir einige Bemerkungen zu den diesjährigen Hitzewellen, ob es Zusammenhänge zum fortschreitenden Klimawandel gibt, und wie diese von den verschiedenen politischen Interessengruppen eingeordnet werden.

Der DWD spricht von bisher vier Hitzewellen, von denen zumindest die von Ende Juni und Ende Juli die schwerwiegensten sind. Bereits im Juni bestand eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür, dass der bisherige deutsche Temperaturrekord von 40,3°C in Kitzingen (BY) von 2015 überboten werden könnte. Die aus Afrika strömende Heißluft hätte bestimmt das Potenzial dazu gehabt. Bekanntermaßen blieb es beim alten Rekord, lediglich an der DWD-Messstelle Bernburg (ST) stieg die Temperatur auf maximal 39,6°C. Für den Juni reichte dieser Wert jedoch auch für einen Monatsrekord.

Warum wurde im Juni die 40°C-Schwelle nicht erreicht oder überschritten? Die Meteorologen veröffentlichten ihre Vorahnung: Der Heißluftstrom aus der Sahara würde wahrscheinlich große Mengen Saharastaub in der Atmosphäre transportieren und demzufolge die Sonnenstrahlung dämmen. Genau das ist auch eingetreten. Vor allem in den Hochlagen der Westalpen hat sich der Staub gut sichtbar abgesetzt, wie die Aufnahme vom Fee-Gletscher (3.500m) im Wallis zeigt [Abb. 1].

Rötlichbrauner Saharastaub bedeckt Ende Juni 2019 die Alpengletscher
Abb 1: Blick auf den von Saharastaub bedeckten Fee-Gletscher (Wallis/CH)

Besonders an Tagen mit feuchter Luft heben sich die von den Pistenraupen bearbeiteten weißen Schneeflächen von den Staubflächen ab. Auch im Gletschergebiet am Klein Matterhorn (Wallis) zeigten sich die Schneeflächen außerhalb der Skipisten stark rötlichbraun gefärbt. Deutschland blieb unter der 40°C-Marke. Dafür wurde in Südfrankreich am 28.06.2019 der bisherige Temperaturrekord an zwei Messstellen geradezu pulverisiert [Abb. 2]:

Abb. 2: Hitzerekorde Juni 2019 in Frankreich

Die Hitzewelle im Juli verfrachtete nur wenig Saharastaub nach Mittel-/Westeuropa, dafür Hitzeströme, wie im Juni. Bereits am 24.07.2019 wurde der alte Rekord vom Juli sowie August 2015 übertroffen. Als Höhepunkt gestaltete sich der 25.07.2019, denn hier wurde in Lingen (NI) eine Maximaltemperatur von T = 42,6°C gemessen [Abb. 3].

Abb. 3: Hitzewelle mit Schwerpunkt in Nordwestdeutschland

Der Streit um den Messwert begann noch vor der offiziellen Bestätigung durch den DWD. Nach DWD-Prüfung (zwei Sensoren zeigten 42,6°C und 42,7°C; der grafische Verlauf ergab keine Fehler) wurde der Rekord am 26.07. gegen Mittag anerkannt und veröffentlicht. Am Rekordtag meldeten 25 DWD-Stationen Temperaturwerte ≥40°C, davon 15 DWD-Stationen >40,3°C! Auch in den angrenzenden Nachbarländern (Belgien, Luxemburg, Niederlande, Nordfrankreich) wurde die 40°C-Marke deutlich überschritten. Besonders bemerkenswert erscheint mir auch die Information, dass die Nullgradgrenze in den Westalpen mit rund 5.000m angegeben wurde. Also auch auf dem „Mont Blanc“ haben die Bergsteiger nasse Füße bekommen.

Der erste Protest gegen den Rekord kam vom „Chefmeteorologen“ Jörg Kachelmann, einer der gerne mit Klimaleugnern zusammen arbeitet, und deshalb die Extremwettersituationen 2018 auf der Nordhemisphäre immer wieder zu relativieren versuchte. Stefan Rahmstorf, PIK hat sich mehrfach mit seinen Aussagen kritisch auseinandergesetzt. Dann ging es Schlag auf Schlag. Die Klimaleugner-Crew vom Europäisches Institut für Klima und Energie (EIKE e.V.) mit Briefkasten in Jena überschlug sich regelrecht mit Fachartikeln zur Sache. Ich habe einen Überschriften-Auszug kopiert und nach Datum geordnet.

„Alarmisten-Website: Hitze-Rekord von Lingen ist unbrauchbar!“
Chris Frey, 31.07.2019
„Spiegel Online über Dürre: Beim Faken erwischt?“
Günter Leudinger, 01.08.2019
„Die angeblich höchsten Temperaturen jemals im Juli 2019“
Josef Kowatsch, Stefan Kämpfe, 02.08.2019
„Besonderheiten der Sommerwitterung 2019 – Zirkulationsstörungen ohne Ende“
Stefan Kämpfe, 02.08.2019
„Juli 2019 in Deutschland: Ein überraschender Temperatur-Rückblick“
Dr. Dirk Beckerhoff, 03.08.2019
„Sahara-Hitze: Das Nullsummenspiel und der Beweis“
Klaus Öllerer, 03.08.2019

Gemäß EIKE e.V. sind Thermometer gefälscht, ungenau, Messstellen nicht normgerecht, Messungen zur Propaganda oder gar zur Religion der Klimaalarmisten verkommen. Erst jüngst legte Markus Schär, promovierter Historiker und Redakteur der Züricher „Weltwoche“, ordentlich nach, indem dieser die Temperaturdaten in der Schweiz für manipuliert hält. Dazu passen dann die Kommentare zu den jeweiligen Artikeln.

Ich mache kein Geheimnis daraus, dass ich zu den (unbekannten) Lesern der EIKE-Website gehöre. Schließlich muss man wissen, wie die Antiwissenschaft unter die Leute kommt. Der EIKE-Klub soll nur eine kleine Truppe sein, dennoch geht von diesem eine unvorstellbare Wirkung bei vielen Bürger*innen und da besonders bei Politiker*innen aus. Die Argumente der Klimaleugner ändern sich kaum und überspannen in bester Vernetzung dabei offensichtlich den ganzen deutschsprachigen Raum. In der Schweiz bestreitet die Züricher „Weltwoche“ mit ihrem Chefredakteur Roger Köppel, dass es einen vom Menschen verursachten Klimawandel gibt, und das in sehr penetranter Weise. So bekomme ich aus der Schweiz von 20min.ch/schweiz häufige Informationen zur Klimathematik. Für die Inhalte stehen meist Klimaforscher von der ETH Zürich zur Verfügung. Gerade während der Hitzewelle im Juli behaupteten die Klimaleugner, dass es solche Hitzewellen schon früher gegeben hätte, als noch niemand die Klimaerwärmung im Sinn gehabt hätte. Topklimaforscher Reto Knutti, ETHZ meldete sich mit einer Grafik zu Wort, die anschaulich zeigt, dass die heißen Tage (Tmax>30°C) in der Schweiz in den letzten 50 Jahren zugenommen haben [Abb. 4]. Gleiche Aussage stimmt auch für Deutschland und Österreich.

Abb. 4: Quantitative Änderung der Hitzetage in der Schweiz

Die (grafischen) Folgen von Hitze und Niederschlagsdefiziten veranschaulicht der Dürre-Monitor des UFZ Leipzig. Die Karte stellt eine Fortsetzung des Jahres 2018 dar, denn die Niederschläge im Winterhalbjahr reichten nicht aus, um die Grundwasserspeicher aufzufüllen. Schwere bis außergewöhnliche Dürre prägen große Teile von Deutschland [Abb. 5]. Die deutsche Landwirtschaft meldete 2018 Schäden in Höhe von rund 2,8 Milliarden EURO! Lediglich rund 300 Mio. EURO wollte der Bund als Hilfe für die Landwirte ausgeben. Diese ungünstige Situation setzt sich 2019 fort.

Abb. 5: Dürremonitor Deutschland

Ungewöhnliche hohe Temperaturen blieben nicht nur auf Mittel-/Westeuropa beschränkt, denn nicht zuletzt davon ist der arktische Raum betroffen. Hohe Temperaturen in Verbindung mit der Tageslänge führten in Grönland zu massiver Eisschmelze. Fast unvorstellbar, dass im Juli rund 197 Gigatonnen Eis regelrecht ins Wasser gefallen sind. Als bisheriger Spitzentag in der Eisschmelze wird der 01.08.2019 mit einer Schmelzmasse von 12,5 Gigatonnen [Abb. 6] genannt. Bis zu 56% der grönländischen Landeisfläche sollen tageweise aufgeschmolzen sein. Die arktische Meereisschmelze bewegt sich ebenfalls auf Rekordniveau, deren Endergebnisse liegen etwa um den 10. September vor.

Abb. 6: Eisschmelze 2019 in Grönland und im Nordpolargebiet

Für Alaska hat NOAA die Grafik der Juli-Temperaturen veröffentlicht. Der neue Rekord der durchschnittlichen Juli-Temperatur von ØTJuli = 14,4°C [Abb. 7] deckt sich mit der Erwärmung des gesamten arktischen Umfeldes.

Abb. 7: Grafik der Juli-Mitteltemperaturentwicklung in Alaska

Alle Diskussionen um die vom Menschen verursachte Klimaerwärmung zeichnen sich durch ihren Wiederholungscharakter aus, ohne dass in verschiedenen Kreisen ein nennenswerter Lerngewinn messbar wäre. Im vergangenen August – mitten im Hitzesommer 2018 – wurde Hans-Joachim Schellnhuber, PIK bei Anne Will in der ARD gefragt, ob das nun „Wetter oder Klima“ sei. Seine Antwort lautete deutlich, dass der Hitzesommer „Klima“ sei. Dazu eine kurze Erklärung:

Im ersten Moment nicht einfach zu verstehen, dass Wetter mit Klima gleichsetzbar sein soll. Doch seit 2012 haben die Klimatologen eine neue Forschungsrichtung ins Leben gerufen, die als „Attribution Science“ oder Zuordnungswissenschaft bezeichnet wird. Maßgebliche Gestalterin ist Friederike Otto, die eine Professur am Environmental Change Institute in Oxford innehat. Aus den Ergebnissen ihrer Forschungsgruppe lässt sich schlussfolgern, dass der Hitzesommer 2018 durch den Klimawandel mindestens doppelt so häufig auftritt, wie in früheren Jahren. Ähnliche Ergebnisse liegen auch zum Hurrikan „Harvey“ von 2017 sowie weiteren Extremwetterereignissen vor. Die Aussage von Prof. Schellnhuber, dass der Hitzesommer 2018 „Klima“ sei, bestätigte Friederike Otto am 11.05.2019 in einem Interview im Deutschlandfunk Kultur.

Zurück zur o.g. Veranstaltung: Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) wollte dem Wissenschaftler nicht widersprechen, wie sie sagte, lenkte aber sofort auf den Weinberg ihres Bruders, der eine Superernte erwartete. Der mit anwesende Vizepräsident Deutscher Bauernverband (DBV) verzog sein Gesicht, wegen der ungünstigen Zukunftsaussichten. Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) von NRW verstand wohl gar nichts von den Klimaveränderungen, denn zwei Tage nach der Veranstaltung schrieb dieser einen Brief an die Bundeskanzlerin, dass die Braunkohleverstromung keinesfalls schon 2038 beendet werden dürfte!?

In Sachsen herrscht Landtags-Wahlkampf. Nach Jahren politischer Stabilität kann die Landtagswahl zu einer „Schicksalswahl“ avancieren, denn die Wähler*innen scheinen dazu zu neigen, einer rechten Partei mehr zu vertrauen als den alteingesessenen Parteien. Die AfD leugnet den anthropogen verursachten Klimawandel massiv und lehnt die Energiewende total ab. In der Zeitschrift „neue energie“, Augustheft 2019, wurden die sechs wichtigsten Parteien zur Klima- und Energiepolitik befragt. AfD-Landesvorsitzender Jörg Urban gab dabei horrenden Unsinn von sich, sodass die Redaktion in einer Anmerkung einen richtigstellenden Text beifügte.

In der Sächsischen Union spielt die Klimathematik eher eine Nebenrolle. Im MDR am 31.07.2019 kritisiert MP Michael Kretschmer die Klimapolitik der Bundesregierung und wirft dieser vor, den Bürgern nur Angst zu machen. „ … Er warnte die Union davor, in der Umweltpolitik den Grünen hinterherzulaufen … “.

Wie nicht anders zu erwarten, kam auch von der FDP nichts Zukunftsweisendes zu Klima und Energie. Holger Zastrow und sein Generalsekretär Torsten Herbst haben nie ein Hehl daraus gemacht, dass sie eine vernünftige Klimapolitik ablehnen. Klimaschutz und Umweltschutz können die führenden FDPler nicht auseinanderhalten, was dennoch kein Alleinstellungsmerkmal der FDP ist, selbst wenn Holger Zastrow sagt: „ … Wir brauchen Umweltschutz mit Köpfchen statt populistischer Verbote, Panik und Hysterie … “. Mit Hysterie meint der Politiker die stete Warnung der Wissenschaft vor einer Klimakatastrophe.

Hinweise auf das Weltklimaabkommen von Paris 2015, auf die IPCC-Sonderberichte Herbst 2018 und Sommer 2019 oder zur Notwendigkeit eines Sächsischen Klimaschutzgesetzes bleiben bei den o.g. Parteien Fehlanzeige. Zum Zeitpunkt der Ratifizierung des Pariser Weltklimaabkommens gehörten keine FDP-Abgeordneten dem Deutschen Bundestag an, was an der völkerrechtlichen Verbindlichkeit des Klimazieles Nichtüberschreiten des Temperaturanstiegs von 2K, besser deutlich darunter, überhaupt nichts ändert. Die Ratifizierung erfolgte einstimmig.

Die SZ Dresden meldete am 06.08.2019: „Jetzt amtlich: Juli war der heißeste Monat aller Zeiten“. Schlagzeilen in der Presse übertreiben vielfach, denn noch steht nicht fest, ob es der global heißeste Juli war. Dazu fehlen die NASA- sowie NOAA-Daten, die etwa Mitte August veröffentlicht werden. Es kommt aber gar nicht darauf an, ob dieser Juli einen Tick wärmer war als der Juli 2016. Fakt ist, dass die globale Klimaerwärmung ohne Pause voran schreitet und zum politischen Handeln zwingt. Meine große Hoffnung habe ich an die Fridays for Future-Bewegung gekoppelt. Wenn die Politik unfähig zum Handeln ist, müssen die jungen Schüler*innen und Studierenden den friedlichen Zwang herbeiführen. Der Ausstieg aus der Kohle bis 2030 als entscheidende Voraussetzung zur Verringerung der THG-Emissionen sowie der schnellstmögliche Ausbau der Erneuerbaren Energien muss in Deutschland – Sachsen eingeschlossen – zum höchsten Primat der Regierungspolitik werden.

Persönlich befinde ich mich in der glücklichen Lage, dass ich außer Fairness keine Konventionen mehr berücksichtigen muss. So äußere ich mich am Beginn von Vorlesungen und Vorträgen:

„Die Klimawissenschaften (Klimawandel, Klimafolgen, Klimaschutz) sind die politischsten Wissenschaften, die ich mir vorstellen kann, denn diese berühren die existenziellen Grundlagen der Weltgemeinschaft.“

Als Wissenschaftler*in reden wir in der Regel nur über die Themen von denen wir etwas verstehen. Hier unterscheiden wir uns von den meisten Politikern*innen, denn diese reden als vermeintliche Experten über alles.

Meine Botschaft an die Politiker*innen habe ich im Mai 2019 auf der Jahrestagung der VEE Sachsen e.V. so formuliert:

„Wir leben zwar im ‚Hier‘ und ‚Jetzt‘, aber wir tragen die Verantwortung über das ‚Hier‘ und ‚Jetzt‘ hinaus, nämlich für unsere Kinder, Enkel und mindestens für die erste ungeborene Generation!“

Der Klimawandel ist in Europa, Deutschland, Sachsen angekommen!


Pressemiteilung

Waldtag auf dem Bauernhof

Der Klimaschutz Sachsen e.V. mit Sitz im Vogtland führt am 29. Juni 2019, von 10.30 bis 12.30 Uhr seinen 1. Vereins-Waldtag in Arnsdorf bei Penig auf dem Bauernhof und dem Gelände der Familie Winkler durch. Vor reichlich zwei Jahren, am 1. April 2017, haben wir hier mit Hilfe und Unterstützung zahlreicher Natur- und Klimaschutzfreunde, vieler Spender und in Kooperation mit der Stiftung Wald für Sachsen e.V. 2500 Bäume (unter anderem Ulme, Linde, Eiche, Ahorn) gepflanzt. Gemeinsam wollen wir nun Nachschau halten, was aus den kleinen Pflanzen geworden ist. Und wir können schon vorab sagen: Sie haben sich prächtig entwickelt – trotz der großen Trockenheit im vergangenen Jahr. Einige Bäume sind sogar schon über zwei Meter groß. So kann an diesem Tag jeder nach den Bäumen sehen, die er selbst gepflanzt hat und ihren Wachstums-Fortschritt begutachten.

Am Rande des Waldtags ist Gelegenheit, mit unserem Klimaschutzexperten Hans-Jürgen Schlegel ins Gespräch zu kommen, um mehr über die komplizierte Entwicklung und die Situation um und in den Wäldern in Sachsen zu erfahren.

Für Spaß, Speise und Trank auf dem Winklerschen Bauernhof ist gesorgt; auch mit der schmackhaften Vereins-Soljanka und der guten Wild-Bratwurst. Für Familien und Kinder gibt es auf dem Bauernhof und in der wunderbaren natürlichen Umgebung jede Menge zu entdecken.

Kontakt: Vereinsvorsitzender Michael Winkler 0157 72782849


Mit dabei sein beim Klimaschutz Sachsen e.V. 2019

Waldtag und Symposium Klimawandel Generation Y/Z

Der Klimaschutz Sachsen e.V. bereitet derzeit zwei Veranstaltungen für dieses Jahr vor: zum einen das 2. Symposium zum Klimawandel in Mitteldeutschland am 8. November 2019, im Biohof Aga bei Gera und den 1. Waldtag am 29. Juni 2019, im Bauernhof Winkler in Arnsdorf bei Penig. Beide Ereignisse beschäftigen sich mit aktuellen Problemen des Klimaschutzes und des Klimawandels in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen und damit in Mitteldeutschland.

Zum Waldtag am 29. Juni, von 10 bis 14 Uhr, in Arnsdorf sind all diejenigen eingeladen, denen der derzeit katastrophale Zustand unserer Wälder besonders nahe geht. Herzlich begrüßen wir darüber hinaus all die fleißigen Helfer und Spender, die in Arnsdorf vor zwei Jahren mit unseren Vereinsmitgliedern gemeinsam 3600 Laubbäume pflanzten. Wir wollen uns vor Ort davon überzeugen, ob unsere Bäume wachsen und wenn nicht, warum. Mitarbeiter unseres Partner-Vereins „Stiftung Wald für Sachsen“ aus Leipzig haben ihr Kommen zugesagt. Sie werden uns aktuelle Informationen zum Wald und vor allem zu Neupflanzungen vermitteln. Bei einer Soljanka, Wild-Bratwürsten und einem guten Schluck Limonade oder Bier wollen wir gemeinsam beraten, was in den kommenden Jahren in Sachen Wald in Sachsen zu tun ist. Der Bauernhof der Familie Winkler freut sich darauf, erneut Gastgeber für die Mitglieder und Freunde des Klimaschutz Sachsen e.V. zu sein. Besonders für Kinder und Familien gibt es hier eine Menge zu sehen, zu entdecken und zu lernen.

Beim Symposium im Biohof Aga bei Gera, am 8. November, von 11 bis 15 Uhr, soll es dieses Mal erneut um Fragen zum Klimawandel gehen. Zwei Aspekte jedoch werden von unserem Verein und den neuen Referenten besonders in den Mittelpunkt gerückt.

Erstens: Beim Symposium im April 2018 haben die Vortragenden unseres Vereins vorausgesagt, dass die nachfolgenden Sommermonate zu einer bis dahin noch nie da gewesenen Klimakrise in Mitteldeutschland führen könnte. Sie haben „leider“ Recht behalten. Und es ist auch im Jahr 2019 keine Besserung in Sicht. Im Gegenteil.

Zweitens: Unser Verein hat im April 2018 unter dem Motto „Generation Y“ besonders junge Menschen angesprochen, die sich für den Klimaschutz engagieren. Damit waren wir der einige Monate später einsetzenden weltweiten Klimaschutz-Demo-Bewegung von „FridaysForFuture“ und der Aktivistin Greta Thunberg mit dem „Schulstreik für Klimaschutz“ um eine Nasenlänge voraus. Folgerichtig wird unser 2. Symposium jetzt unter dem Motto „Klimawandel Generation Y/Z“ veranstaltet. Damit werden und sollten auch die heute 14- bis 18-Jährigen (Schüler und Studenten) bei der Veranstaltung des Klimaschutz Sachsen e.V. im Biohof Aga als Referenten ans Rednerpult treten.

Wer beim Waldtag und/oder beim Symposium mit dabei sein will, der kann sich jetzt schon bei unserem Vereinsvorsitzenden Michael Winkler unter 0157 72782849 melden.


Unser Verein in der Presse

Freie Presse, 30.04.2019

Klimaschützer ziehen ein
Vor 10 Jahren: Der Verein Klimaschutz Vogtland hat seine Geschäftsstelle bei den Stadtwerken Oelsnitz bezogen. Das Unternehmen gehört zu den Mitgliedern des 2007 ins Leben gerufenen Zusammenschlusses, das sich um die Förderung erneuerbarer Energien kümmert. Zehn Jahre später ist daraus der Verein Klimaschutz Sachsen mit Sitz in Lengenfeld geworden.“


Unser Klimawald gedeiht prächtig

Am 1. April vergangenen Jahres hatte der Klimaschutzverein Sachsen e.V. in Zusammenarbeit mit der Stiftung Wald für Sachsen nach Arnsdorf bei Penig eingeladen. Dort stellte damals die Familie Winkler ein Grundstück zur Bepflanzung mit Laubbäumen zur Verfügung. An diesem herrlichen Frühlingstag fanden sich viele freiwillige Pflanzer und Spender an der Mühlenstraße ein, um die jungen Triebe – 2500 Setzlinge – einzupflanzen.

Vor kurzem besuchte Ger Bauer als Mitglied des Vereinsvorstands Familie Winkler, um zu sehen wie es den Bäumchen geht. Er wurde mit großer Herzlichkeit von den Winklers aufgenommen. Wolfgang Winkler führte ihm gleich zur Plantage. Nachdem er sich die „Zahlenkombination“ des Zauns in Erinnerung gerufen hatte, konnte die Anlage begangen werden. Trotz der diesjährigen großen Dürre standen etwa 90 Prozent der Setzlinge voll im Saft. Kaum ein Bäumchen zeigte Spuren von Schwäche. Lediglich vereinzelt waren Stellen erkennbar, wo offensichtlich die Voraussetzungen für das Anschlagen nicht gestimmt hatten. Die Beauftragten der Stiftung haben zugesagt, diese Bäumchen noch auszuwechseln. Frau Winkler gesellte sich zu den beiden und zeigte sich genau so interessiert und vorsorglich für die Anlage.

Am Eingang des Areals befindet sich jetzt ein Gedenkstein mit dem Datum der Pflanzaktion. Die Anlage ist sogar als Satellitenbild bei Google-Map erkennbar.

Natürlich wird die jetzt noch sehr dichte Bepflanzung zu irgendeinem Zeitpunkt gelichtet werden müssen. Es ist davon auszugehen, dass zunächst die Natur den freien Lauf hat und die stärksten Bäume sich durchsetzen. „Ernten werden den Wald unsere Enkel oder Urenkel“ ist sich Wolfgang Winkler bewusst. Trotz seiner starken Kniebeschwerden hatte er es sich nicht nehmen lassen, uns die Anlage zu zeigen. Anschließend wurde der Zaun wieder mit einer neuen „Zahlenkombination“ verdrahtet. Die Winklers nahmen sich dann noch die Zeit, uns den Gemüsegarten und die Enten zu zeigen. Die Einladung zum Kaffeetrinken konnte nicht ausgeschlagen werden.

Der Klimaschutzverein und alle Beteiligten können sich ganz sicher sein, dass dieses Projekt in guten und liebevollen Händen liegt. Bei der Pflanzung vor anderthalb Jahren waren auch Vertreter aus der regionalen und lokalen Politik anwesend. Daneben folgten viele umweltbewusste Personen dem Aufruf und packten mit an. Das Grundstück war damals von den Beauftragten der Stiftung Wald für Sachsen vorbereitet worden. Das Areal wurde mit einem knapp zwei Meter hohen Zaun gegen Schäden durch Wild geschützt. Gepflanzt wurden unter anderem Eiche, Buche, Birke und Linde. Weißdorn stand als Naturzaun zur Verfügung. Die Betreuung erfolgt seitdem und auch weiterhin durch die Beauftragten der Stiftung. Sie sorgen dafür, dass bei Bedarf das Gras zwischen den Reihen gemäht wird und sie sind für Nachpflanzungen verantwortlich. Familie Winkler kümmert sich zudem liebevoll um das Areal. Sie pflanzte Teile der Weißdornhecken und kümmerten sich beim letzten Unwetter um die Reparatur am Zaun, der durch die Schlammmassen des oberhalb liegenden Feldes umgerissen worden war. Glück im Unglück: Das Unwetter sorgte dennoch für den nötigen Regen, auf den Sachsen auch heute noch in weiten Teilen wartet.


Diskussionen um Wetter und Klimawandel 2018

Auch jetzt – Mitte September – hält die Dürre in weiten Teilen Sachsens und Mitteldeutschlands an. Die Ende Juli, Anfang August aufgekommenen Diskussionen ums Wetter und um den Klimawandel setzten sich in der Öffentlichkeit und in den Medien fort. Der Klimaschutz spielt dabei eine wichtige Rolle. Immer öfter kommen Fragen zum vom Menschen gemachten Klimawandel auf. Die Auseinandersetzungen werden mitunter kontrovers und emotional geführt. Wir wollen in den kommenden Wochen und Monaten auf unserer Homepage in der Rubrik „AG Klimaschutz“ Beiträge dazu veröffentlichen. Wir beginnen mit einem Text von Hans-Jürgen Schlegel unter dem Titel „Hitze- und Dürre-Stress in Natur und Politik?“ Dieser und weitere Veröffentlichungen geben ausschließlich die Meinung und Auffassung der Autoren wider; sie sind keine Stellungnahmen des Vereins oder des Vorstands.


Klimaschutz über Ländergrenzen hinweg

Mitgliederversammlung im Biohof Aga

Der Klimaschutz Sachsen e.V. hat erstmals seit seiner Gründung im Vogtland vor zehn Jahren Ländergrenzen überwunden Am 17. November 2017 trafen sich Vereinsmitglieder, Partner und Freunde des Vereins zur diesjährigen Mitgliederversammlung im Biohof Aga bei Gera. Vereinsvorsitzender Michael Winkler: „Wir haben Aga mit Bedacht gewählt. Es liegt im Dreiländer-Eck Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Der Biohof steht zugleich für eine ökologische und klimaschutz-relavante Art der Landwirtschaft wie sie derzeit noch in den Kinderschuhen steckt.“ Aga könnte zu einem Vorreiter für derartige Produkte im gesamten mitteldeutschen Raum werden. Der Leiter der AG-Klimaschutz des Vereins, der sächsische Klima-Experte Hans-Jürgen Schlegel, geht noch einen Schritt weiter: „Mitteldeutschland hat mit Sicht auf die Umwelt, den Klimawandel und den Klimaschutz dieselben Probleme und zu bewältigenden Aufgaben.“ Es sei dringend angeraten, in Zukunft über Ländergrenzen hinweg zusammenzuarbeiten. Parteipolitische Differenzen seien dabei unterzuordnen. Es gehe, so Schlegel, um die Sache, den gemeinsamen Klimaschutz und länderübergreifende Maßnahmen gegen den Klimawandel.

Im März kommenden Jahres wird der Biohof Gastgeber für das Symposium „Klimawandel Generation Y“ unseres Vereins sein. Vorstandsmitglied Georg Liskowsky: „Ein idealer Ort für eine derartige Veranstaltung, wohl die erste dieser Art in Mitteldeutschland. Vielleicht der Beginn einer langfristigen Zusammenarbeit im Klimaschutzbereich für die kommenden Jahrzehnte.“ Die Mitglieder wählten den alten Vorstand einstimmig zum neuen: Michael Winkler (Vorstandsvorsitzender), Georg Liskowsky (Stellvertreter) und Ger Bauer (Vorstand Finanzen).


Vortrag am Landkreisgymnasium „Sankt Annen“ Annaberg Außenstelle Eliteschule des Wintersports Oberwiesentha

Hans-Jürgen Schlegel – Leiter AG Klimaschutz, Klimaschutzverein Sachsen e.V.

Vor kurzem berichteten wir darüber, dass die Gymnasiastin Lisa Bartsch eine Komplexarbeit zur Klimathematik erarbeitete, die mit nahezu höchster Punktzahl bewertet wurde. Seitens des Gymnasiums bestand der Wunsch, dass der Leiter unserer AG Klimaschutz, Hans-Jürgen Schlegel, für die Klassenstufen, 10, 11, 12 und 13 eine Vorlesung zu den Klimafragen halten sollte.

Foto: Eliteschule des Wintersports Oberwiesenthal

Mit dem Vorlesungstitel „Klimaänderungen? – Vom Menschen verursacht? – Klimafolgen“ trat er am 26. Oktober 2017 vor gut 60 Gymnasiasten*innen auf das Podium der Aula. Erfreulicherweise konnten sich einige Lehrerinnen von ihren Lehrverpflichtungen freimachen und die Zuhörerschaft verstärken. Hans-Jürgen Schlegel: „In der Regel kann man nicht davon ausgehen, dass die Klimathematik bereits Eingang in die Lehrpläne gefunden hat, so dass ich die wichtigsten Klimagrundlagen an den Anfang meiner Ausführungen gesetzt habe. Sehr klar und deutlich habe ich den natürlichen Treibhauseffekt vom anthropogenen abgegrenzt und herausgearbeitet, dass wir nicht mehr viel Zeit haben, um eine kommende Klimakatastrophe abzuwenden. Dabei kam es mir darauf an, keine Ängste zu verbreiten, also vom möglichen Weltuntergang zu reden, sondern auf die Menschheit als tatsächlich Betroffene zu verweisen. Breiten Raum nahmen Beispiele zu den Klimafolgen ein, weil hier vielfach die Zusammenhänge zwischen Klimaerwärmung und deren meistens negative Folgen verständlich erklärbar sind. Auch im höchstgelegenen sächsischen Wintersportort lassen sich die Veränderungen, wie steigende Durchschnittstemperaturen, verbunden mit Schneemangel nicht wegdiskutieren.“

Fachlehrerin Ute Ebell: „Die Resonanz sowohl von den Schülern als auch von uns Lehrern war überaus positiv. Wir alle haben durch den Vortrag von Herrn Schlegel eine solche Menge an Daten und Fakten zum Klimawandel und Klimaschutz in Sachsen bekommen wie vorher noch nie.“ Üblicherweise müsse man sich, so Ebell, derartige Fakten mühevoll selbst organisieren. Schlegel habe das alles kompetent, aufschlussreich und vor allem für die Schüler verständlich dargelegt. Ebell: „Es war eben kein abgehobener wissenschaftlicher Vortrag, sondern einer, dem die Gymnasiasten sehr gut folgen konnten.“ Das alles sei in den nächsten Wochen und Monaten für den Unterricht an der Schule gut nutzbar. Das Gymnasium in Oberwiesenthal will an dem Thema dranbleiben. Für die Zukunft zeichnet sich eine gute Zusammenarbeit zwischen Schule und unserem Verein ab.

Hans-Jürgen Schlegel abschließend: „Deutschland hat einen großen Anteil am Zustandekommen des Pariser Weltklimaabkommens vom Dezember 2015. Wie sich das zukünftige Weltklima entwickeln soll, dafür stellen wir heute die Weichen. Gymnasiasten*innen werden nach Studium oder Berufsausbildung die begonnene Zukunfts-arbeit übernehmen und die Dekarbonisierung der Wirtschaft vollenden. Die Aufmerksamkeit der Zuhörerschaft habe ich bestimmt geweckt. Ich würde mich über eine weitere gute Zusammenarbeit freuen.“

Die Aktion hat sich übrigens herumgesprochen. Im kommenden Jahr möchte die erste Schule aus Sachsen-Anhalt das Angebot unseres Vereins nutzen. Natürlich wieder mit einem Vortrag von Hans-Jürgen Schlegel, dem Klimaschutz-Experten aus Döbeln in Sachsen.


Klimawandel in der gymnasialen Ausbildung

Lisa erhält Bestnote für ihre Arbeit

Im Herbst 2016 ging im Klimaschutzverein Sachsen e.V. die Anfrage auf Hilfe und Unterstützung bei einer schulischen Komplexleistung auf dem Fachgebiet Klimawandel ein. Lisa Bartsch, Gymnasiastin in der 11.Klasse am Landkreisgymnasium „Sankt Annen“ in Oberwiesenthal/Erzgebirge war die Hilfesuchende. Als Thema hatte sich Lisa Bartsch „Die Auswirkungen des Klimawandels auf die heimische Tier- und Pflanzenwelt“ gewählt. Es wurde gar nicht lange diskutiert und der Leiter der AG Klimaschutz Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Schlegel übernahm die außerschulische Betreuung der Arbeit. Das Kennenlernen zwischen der Gymnasiastin und dem Klimaschutzexperten fand in dessen Wohnort Döbeln statt. In gut zweistündiger Konsultation wurden zunächst die grundlegenden Klimakenntnisse vermittelt und so die Voraussetzungen für die selbständige Themenbearbeitung durch Lisa Bartsch geschaffen. In mehreren telefonischen Konsultationen wurden, sowohl die Kenntnisse vertieft, als auch die Arbeitsergebnisse diskutiert. Noch geht es in einer solchen gymnasialen Studie nicht um große wissenschaftliche Leistungen, die bis ins Kleinste ausgefeilt wären. Entscheidend sind die Erlangung von Fähigkeiten sowie Ausbildung von Fertigkeiten zur Anfertigung solcher Arbeiten. Lisa Bartsch hat sich den Grundstock an Kenntnissen aus den Konsultationen zunutze gemacht und in einem hohen Maß an Selbständigkeit die Themenbearbeitung in Angriff genommen. Nach sechs Monaten konnte Lisa Bartsch ihre geforderte Komplexleistung erfolgreich abschließen und im Monat Mai im Fach Geographie verteidigen. Der Lohn für die Mühen blieb nicht aus, denn die schulische Betreuerin bewertete die Arbeit mit 14 von 15 Punkten.

Der Pariser Weltklimavertag vom Dezember 2015 verkörpert nur den politischen Rahmen, der aber in den jeweiligen nationalen Gesellschaften seine Um- und Durchsetzung braucht. Das von der Gymnasiastin Lisa Bartsch selbstgewählte Klimathema fördert das Ankommen und Eindringen in das Bewusstsein der Gesellschaft. Besonders soll hier die junge Generation erreicht werden, denn die kommenden Generationen müssen die Folgen der vom Menschen verursachten Klimaveränderungen ausbaden. So war es ein wohltuendes Zeichen, dass am 1. April 2017 bei der gemeinsamen Baumpflanzaktion von Klimaschutzverein Sachsen e.V. und „Stiftung Wald für Sachsen“ im Peniger Ortsteil Arnsdorf (Lkr. Mittelsachsen) zahlreiche junge Leute teilgenommen haben. Lisa Bartsch kam mit Eltern, Schwester und Oma aus Bärenstein und half beim Pflanzen junger Laubbäume. Solche hoffnungsvollen Ansätze im Klimaschutz bedürfen der uneingeschränkten Unterstützung.

Autor: H.J. Schlegel


Erfolgreiche Pflanzaktion „Unsere Klimabäume für Sachsen“
Herzlicher Dank an alle fleißigen Helfer und Spender!

Bis Ostern sind alle 2500 Laubbäume im Boden

Die Pflanzaktion des Klimaschutz Sachsen e.V. in Arnsdorf bei Penig in Kooperation mit der Stiftung Wald für Sachsen wird bis Ostern erfolgreich abgeschlossen sein. In einer ersten großen Aktion am 1. April bei schönstem Frühlingswetter hatten 65 Vereinsmitglieder, Natur- und Klimaschützer sowie Freunde und Partner in knapp fünf Stunden 1300 Bäume – vor allem Eichen – in den Boden gebracht. Weitere 1200 Bäume – darunter Ulme und Ahorn – werden nun von einem Forstunternehmen planmäßig und nach Vereinbarung bis Ostern gepflanzt.

Arnsdorf, 1./13. April 2017

„Die gepflanzten Bäume gedeihen prima und wachsen gut an“, erklärt Olaf Kroggel, Projektleiter der Stiftung Wald für Sachsen. Das derzeitige kühlere Wetter mit einigen Regenschauern sorge für optimale Wachstumsbedingungen. Auch der Vereinsvorstand ist mehr als zufrieden. Vorsitzender Michael Winkler: „Unsere Erwartungen sind weit übertroffen worden. Der Enthusiasmus und die Begeisterung der vielen fleißigen Helfer, die am 1. April zum Spaten gegriffen haben, sind beeindruckend. Wir möchten uns bei allen ganz herzlich bedanken.“ Bisher seien 2600 Euro für die Aktion als Spenden eingegangen. Das sei für den Klimaschutz Sachsen e.V. ein ordentlicher Erfolg, zumal diese Aktion erstmalig in der Geschichte des Vereins durchgeführt wurde. Vor allem galt es, Erfahrungen zu sammeln. Schon jetzt könne man sagen, so Winkler, dass das Projekt „Unsere Klimabäume für Sachsen“ im nächsten Jahr fortgesetzt werden soll.

Der Vereinsvorstand schätzt ein, dass auch ein weiteres Ziel der Aktion erreicht wurde: Mit dem Pflanzen von Bäumen auf Probleme des Klimaschutzes und den Klimawandel in Mitteldeutschland aufmerksam zu machen. Zur Pflanzaktion am 1. April waren der langjährige Leipziger Regierungspräsident und Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung Wald für Sachsen, Walter Christian Steinbach, der Peniger Bürgermeister Thomas Eulenberger (CDU), der Sprecher für Mittelstands- und Energiepolitik der Sachsen-SPD Jörg Vieweg aus Chemnitz und der Sprecher für Klimaschutz und Energie der sächsischen Linken Marco Böhme aus Leipzig anwesend. Walter Christian Steinbach verwies auf den engen Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und der Waldmehrung in Sachsen. Derartige Aktionen seien vorbildlich. Er freute sich vor allem über die vielen Kinder und Jugendlichen, die an diesem Samstag gekommen waren. Marco Böhme und Jörg Vieweg verwiesen darauf, dass es im Freistaat politisch nötig sei, den Klimaschutz noch mehr in den Mittelpunkt zu rücken und auf wichtige Zusammenhänge hinzuweisen. Bürgermeister Thomas Eulenberger ordnete die Aktion „Klimabäume für Sachsen“ in die Reihe erfolgreicher ähnlicher Aktionen rund um Penig ein.

Die 30 bereit gestellten Spaten der Stiftung Wald für Sachsen reichten teilweise nicht aus. Viele fleißige Pflanzer waren – dies wohl schon ahnend – deshalb mit den eigenen Gartengeräten angereist. So auch das Ehepaar Romy und Enrico Maruszczak aus Berga/Elster mit ihren drei Kindern Max (16), Michel (12) und Marie (1). Der Thüringer ist Leiter der Arbeitsgruppe Energiewende unseres Vereins und führte gemeinsam mit dem Leiter unserer Arbeitsgruppe Klimaschutz, Hans-Jürgen Schlegel aus Döbeln, zahlreiche Gespräche auf dem Feld zu Sinn und Zweck der Pflanzaktion. Unter anderem mit unserem neuesten Vereinsmitglied Dr. Thomas Walter, Notar aus Leipzig, sowie dem Geschäftsführer der Stiftung Wald für Sachsen, Henrik Lindner.

Der benachbarte Bauernhof der Familie Winkler, die die knapp ein Hektar große Fläche für die Anpflanzungen zur Verfügung stellte, und die gesamte Großfamilie über fünf Generationen von Uroma bis zum kleinen Enkelkind sorgten für das nötige ländlich-dörfliche Ambiente und eine einzigartige Gastfreundschaft. Bei Wildschweinbratwurst, Soljanka aus dem Kessel sowie Kuchen und Kaffee konnten sich die hart arbeitenden Pflanzer entspannen und neue Kräfte schöpfen.


FREIE PRESSE heute:

Tausende junge Bäume für Arnsdorf

Klimaschützer führen am Samstag Aktion durch

Arnsdorf. 2500 Bäume für das kaum 250 Einwohner zählende Arnsdorf: Auf Initiative des Vereins “Klimaschutz Sachsen” und in Kooperation mit der Stiftung “Wald für Sachsen” werden am Samstag auf einer Fläche von rund einem Hektar Ahorne, Eichen, Ulmen und Vogelkirschen gesetzt, zudem verschiedene Sträucher. Das kleine Wäldchen erhält danach einen Zaun gegen Wildverbiss und wird über fünf Jahre bis zur gesicherten Kultur gepflegt.

“Nur fünf Minuten entfernt vom Pflanzort befindet sich das Geburtshaus von Friedrich Eduard Bilz”, erklärt Vereinschef Michael Winkler. Der bekannte Naturheilkundler, der 1842 geboren wurde und 1922 verstarb, erlangte mit seinen Schriften, die zu seinen Lebzeiten ein Millionenpublikum fanden, Weltruhm. “Der Verein möchte an diesem Tag all seine Mitglieder, Freunde und Partner auch auf den großen Gelehrten aufmerksam machen”, bemerkt Winkler. Und weiter: “Das Pflanzen von Bäumen und das Anlegen neuer Wälder wäre ganz sicher im Sinne von Bilz gewesen.” (acr)

Zentrum der Pflanzaktion, die kommenden Samstag um 10 Uhr beginnt und bis gegen 15 Uhr andauern wird, ist der Bauernhof der Familie Winkler, Mühlenstraße 17, in Arnsdorf.

Die Artikel sind nachlesbar unter: „Tausende junge Bäume für Arnsdorf“


Symposium Klimawandel Generation Y

Der Klimaschutz Sachsen e.V. veranstaltet im zweiten Halbjahr 2017 für Mitteldeutschland das Symposium „Klimawandel Generation Y“. In der weltweiten soziologischen Forschung gibt es mittlerweile nahezu Übereinstimmung zur Generationsabfolge: die Boomers (geboren bis 1965), die Generations X (geboren bis 1980) und die Generation Y (geboren zwischen 1980 und 1999; die erste digitale Generation), zukünftig gefolgt von der Generation Z (geboren ab 2000). Diese wissenschaftlichen Forschungen und Festlegungen bezeichnen zudem Zyklen des technisch-wissenschaftlichen Fortschritts oder der für diese grundlegenden Sorgen und Bedenken.

Für die Probleme des Klimawandels und des Klimaschutzes ist derzeit vor allem die Generation Y besonders interessant. Nach uns vorliegenden Recherchen gibt es bisher deutschlandweit noch keinen, der sich mit dem Zusammenhang zwischen Generation Y und Klimaschutz/Klimawandel beschäftigt hat. Betroffen sind also die heute 20- bis 39-Jährigen. Gerade sie werden in den kommenden 20 bis 40 Jahren die Folgen des Klimawandels zu ertragen und mit zu gestalten haben.

Beim Symposium sollten vorwiegend junge Leute (bis 40) zu Wort kommen, die beruflich und persönlich vom Klimawandel besonders betroffen sind oder sich für den Klimaschutz engagieren. Wer an dem Symposium teilnehmen möchte und/oder auch an diesem zu Wort kommen möchte, sollte sich bis zum 21. April 2017 beim Klimaschutz Sachsen e.V. per Mail oder Anruf (0157 72782849) melden.


Die Überlebensstrategie für unsere Zukunft

Der Leiter der Arbeitsgemeinschaft Klimaschutz unseres Vereins, Hans-Jürgen Schlegel, hat aktuelle Daten, Fakten und Zusammenhänge zum Klimaschutz und zum Klimawandel vorgelegt. Er sagt: „2016 war klimatisch gesehen wieder ein Jahr, dass uns ein Stück weit in die nähere Zukunft führte. Globaler Temperaturrekord 2014, dann getoppt 2015 und nun zum dritten Mal hintereinander erneuter Rekord 2016, also das Triple in der Klimaerwärmung.“  Die 2011 in Deutschland beschlossene Energiewende ist kein Possenspiel, das veranstaltet werde, um Deutschland aus der Zone der führenden Industriestaaten herauszulösen, sondern ganz einfach die „Überlebensstrategie für unsere Zukunft, aber noch mehr für die Zukunft unserer Kinder und Enkel“. Alle Wissenschaftler, die eine „persönliche, nicht abschiebbare Verantwortung für diese Entwicklung“ tragen, sollten und müssten ihre Fakten auf den Tisch legen.

Nachlesen könne Sie die gesamte Monatsstudie Dezember unter:
„Wetter und Klima Sachsen Dezember 2016″ (pdf, 1.0MB)
„Stromerträge Sachsen Dezember 2016“ (pdf, 788KB)


Unser Verein in der Presse

Den Beitrag „Klimaschützer pflanzen tausende Bäume“ und den Kommentar „Richtiges Signal“ veröffentlichte die „Freie Presse“ am 13. Januar 2017. Die Artikel sind nachlesbar unter:
„Klimaschützer pflanzen tausende Bäume“
„Richtiges Signal“


Der vierte Newsletter 2016 erscheint

47 Staaten trennen sich von Öl, Gas und Kohle

Auszug aus dem Newsletter: „Die UN-Klimakonferenz (kurz COP 22 genannt) vom 7. bis 18. November 2016 in Marrakesch hat am Rande des Treffens zu einem historischen Ergebnis geführt. 47 Staaten der Welt wollen so schnell wie möglich die Nutzung fossiler Brennstoffe abschaffen oder erst gar nicht mit dieser beginnen. Ihr Ziel ist die umfassende Nutzung erneuerbarer Energien (Wind, Sonne, Wasserkraft) bereits ab 2020. Damit setzen sie weltweit Maßstäbe, werden zu Vorreitern einer neuen postindustriellen Wirtschaftsrevolution. Dass es sich dabei angeblich nur um arme und zurück gebliebene Länder handelt, ist eine Fehleinschätzung. Zu den so genannten CVF-Staaten des Climate Vulnerable Forums gehören unter anderen Tunesien, Pakistan, Marokko, Libanon, Sri Lanka, Palästina, Kenia, die Philippinen, Vietnam, Äthiopien, Bangladesh. Einige von ihnen sind – laut Internationalem Währungsfond IWF – Schwellenländer, die für ihre anstehende Industrialisierung viel Energie benötigen. Was hat all das mit Deutschland zu tun? Der „ehrgeizigste Klimaplan der Welt“ (Der Spiegel am 18.11.2016) wird laut Vereinten Nationen (UN) mit jährlich 100 Milliarden Dollar Entwicklungshilfe unterstützt. Westliche Firmen sollen die Technologie liefern. Auch aus Deutschland, einem Land, welches selbst immer noch über keinen Fahrplan zum Ausstieg aus der Nutzung von Öl, Gas und Kohle verfügt. Und in dem die Technologien erneuerbarer Energien zum Klimaschutz von einigen Hinterwäldlern immer noch als „Teufelszeug“ verschrien sind.“

Hier können Sie den Newsletter nachlesen:
Newsletter Verein Dezember 2016 (pdf, 441KB)


Der dritte Newsletter 2016 erscheint

Marrakesch, Mitteldeutschland und ein neues „Wirtschaften“

Auszug aus dem Newsletter: „Es war nicht nur ein Traum oder eine Vision. Nun endlich – nach der historischen Klimakonferenz von Paris 2015 – ist klar: Das bevorstehende nachfolgende Treffen im marokkanischen Marrakesch – auf dem afrikanischen Kontinent – wird die Wende hin zu einer globalen „klimaverträglichen Wirtschaftsweise“ einleiten. Deutschland könnte dabei eine besondere Rolle spielen. Die Umweltorganisation WWF hat dies in einer Studie „Modell Deutschland. Klimaschutz bis 2050“ belegt. Ausgereiftes und ausbaubares technologisches Knowhow im Bereich erneuerbare Energien, umfangreiche Erfahrungen zur Energieeffizienz und Modelle für eine langfristig funktionierende Dekarbonisierung könnten zum deutschen „Exportschlager“ in Sachen Klimaschutz werden. Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (Mitteldeutschland) würden im Rahmen langfristiger Strategien als Altstandorte fossiler Brennstoffe dabei eine herausragende Modellfunktion einnehmen. Wie auch beim Wandel zu einer „klimaverträglichen Wirtschaftsweise“. Klimaanpassung, Renaturierung, Entwicklung hin zu neuen weitgehend von Emissionen freien Energien sind in dieser geschichtsträchtigen mitteleuropäischen Region Herausforderungen für die kommenden Jahrzehnte. Eine große, eine Generationen fordernde Aufgabe – vorerst bis 2050. Wir als Klimaschutz Sachsen e.V, sollten uns dem stellen. Visionen sind ebenso gefragt wie konkrete Lösungsansätze und Lösungen selbst. Bis hin zur Klimaanpassung und der Mehrung unserer Wälder durch Neupflanzungen.“

Hier können Sie den Newsletter lesen:
Newsletter Verein Oktober 2016 (pdf, 447KB)


„Braunkohle – Klimaerwärmung – Energiewende – Ein endloser Streit?“

Der Leiter der Arbeitsgemeinschaft Klimaschutz unseres Vereins, Hans-Jürgen Schlegel, hat in einem Vortrag unter dem Titel „Braunkohle – Klimaerwärmung – Energiewende – Ein endloser Streit“ einen Vortrag verfasst, der sich mit aktuellen Problemen und der Darstellung von Zusammenhängen zur umstrittenen Braunkohle befasst. In dem Beitrag heißt es unter anderem: „Die Braunkohleverstromung gehört zu den klimaschädlichsten Arten der Energiegewinnung. Mit keinem anderen fossilen Energieträger geraten solche Mengen Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre.“ Und an anderer Stelle weiter: „Die Klima- und Energiediskussion muss endlich wieder auf die Ebene einer sachlichen und vor allem fachlich kompetenten Argumentation gestellt werden. Das darf durchaus als Forderung an die sächsische Regierungspolitik verstanden werden.“

Hier können Sie den Vortrag nachlesen:
„Braunkohle – Klimaerwärmung – Energiewende – Ein endloser Streit?“ (pdf, 600KB)


Newsletter 2/2016 veröffentlicht

Blitz und Hagel und dennoch zu warm

Ein Gewitter über die Landschaft
Foto von Bernd März

Im Newsletter 2/2016 geht es vor allem um den Klimawandel und seinen Bezug zur Energiewende. Trotz starker Unwetter unter anderem im Erzgebirge und einer anschließenden Abkühlung ist das Jahr 2016 bisher wiederum eines der wärmsten Jahre seit 1880. Unverständlich ist deshalb für viele weshalb gerade jetzt durch Änderungen am Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) der Ausbau alternativer Energien ausgebremst werden soll. Gegen die Pläne hat unter anderem die Thüringer Umweltministerin Anja Siegesmund protestiert (siehe Newsletter Seite 2). Der Berliner Professor Volker Quaschning verweist in seiner neuesten Studie (siehe Seite 4) darauf hin, dass der Ausbau der Erneuerbaren sogar noch beschleunigt werden muss, um das Klima wirkungsvoll schützen zu können.

Hier können Sie den Newsletter lesen:
Newsletter Verein Juni 2016 (pdf, 657KB)


Wetter und Klima im April 2016 in Sachsen

Trotz Kälteeinbruch und Schnee – im Durchschnitt zu warm

Der April wurde in Mitteldeutschland, in Sachsen und Thüringen von ganz unterschiedlichen Wetterlagen dominiert. Schnee, Kälte, plötzlich auch wieder Sonnenschein und warme Tage. Eigentlich Aprilwetter aus dem Lehrbuch. Und dennoch anders, ganz anders. Die Beobachtungen der AG Klimaschutz unseres Vereins und ihres Leiters, Hans-Jürgen Schlegel, beweisen, dass der April 2016 einer der wärmsten seit über hundert Jahren war. Deutschlandweit war dieser Monat überhaupt der wärmste seit Beginn der regulären Wettererfassung.

Hier können Sie die aktuellen Untersuchungen nachlesen:
„Sachsen Wetter, Klima, Stromerträge April 2016“ (pdf, 1.2MB)


Stellungnahme unseres Vereins zum Regionalplan Chemnitz

Achtung Klimawandel! Achtung Energiewende!

Der Klimaschutz Sachsen e.V. hat sich erstmals in einer Stellungnahme zum Regionalplan der Region Chemnitz (Südwestsachsen), der unter anderem die Gebiete Westerzgebirge, Vogtland und Teile der Euregio Egrensis einschließt, geäußert. Neben Lob für den umfangreichen und detaillierten Entwurf gab es jedoch auch Kritik. So werde der Klimawandel nicht umfassend beachtet. Einzelmaßnahmen wie der Waldumbau und Wasserreserven für trockene Sommer würden zwar aufgeführt, die Gesamtproblematik sei jedoch nicht dargestellt. Besonders kritisch wurde das Regionale Windenergiekonzept als Anhang zum Regionalplan 2016 bewertet. Die dem Konzept zu Grunde gelegten Daten und Analysen entsprechen nicht dem aktuellen Stand. Die Schlussfolgerungen zur Entwicklung der Windkraft als wichtiges Potenzial der Energiewende sind demzufolge unzureichend. Die Stellungnahme unseres Vereins beruht auf den Ergebnissen von Diskussionen und Berichten der Arbeitsgemeinschaften „AG Klimaschutz“ und „AG Neuer Energien/Windkraft“ unseres Vereins.

Informieren Sie sich hier zur Stellungnahme (Word dokument, 67KB).


Treibhausgas Kohlendioxid (CO2)

2016 werden bisher höchste Werte erwartet

Hans-Jürgen Schlegel, Leiter der Arbeitsgruppe Klimaschutz unseres Vereins, warnt in seinen aktuellen Untersuchungen für 2016 vor einem Anstieg des für das Weltklima schädlichen Treibhausgases Kohlendioxid – nicht nur weltweit, sondern auch wegen der ungebremsten massiven Kohleverstromung in Sachsen. Der sächsische Klimaschutzexperte: „Der Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre bewegt sich 2016 besonders stark nach oben … Ende 2016 sind wahrscheinlich die bisher höchsten Werte zu erwarten.“ Die ersten drei Monate des Jahres 2016 waren in Sachsen erneut – wie schon in 2015 – zu warm. Einem kühlen April scheinen ein warmer Mai und ein besonders heißer Sommer zu folgen.

Hier können Sie die aktuellsten Untersuchungen nachlesen:
„Sachsen Wetter und Klima, Januar bis März 2016“ (pdf, 1.0MB)
„Sachsen Stromerträge, Januar bis März 2016“ (pdf, 369KB)


Klimaschutz Sonne